| Begriff |
Kurzbeschreibung (im Kontext industrieller
Betriebe und unserer Optimierungsdomäne) |
| Architektur |
In einer Analogie zu einem Gebäude,
entspricht die Architektur eines Industriebetriebes der Zusammenfassung
der Bauelemente (Unternehmenselemente) in einem Bauplan (Modell).
Hierbei ist die Architektur ein Rahmenkonzept, welches die Integration
der Unternehmensbausteine in einen durchgängigen Gesamtzusammenhang
ermöglicht. Hierdurch wird eine arbeitsteilige (verteiltes
Engineering) und abgestimmte Durchführung (Konsistenz und
Durchgängigkeit) spezifischer Bearbeitungen und Entwicklungen
ermöglicht. |
| Balanced Scorecard |
s. BSC |
| Beschreibungssprache |
Die Beschreibungssprache wird firmen-spezifisch
unter Berücksichtigung elementarer Unternehmensbausteine
(s. Unternehmensbausteine) definiert. In dieser Sprache werden
die Bezeichnungen für die Unternehmensbausteine und deren
Beziehungen untereinander definiert. |
| Best Practice Sharing |
Identifikation, Bewertung, Integration und Optimierung bester
Methoden und Praktiken. Hierbei kann man, je nach Suchraum,
zwischen abteilungs-internen, abteilungs-übergreifenden,
werks-internen, werks-übergreifenden, ,unternehmens-internen
und unternehmens-übergreifendem Best Practice Sharing (BPS)
unterscheiden. |
| BSC |
Balanced Scorecard (BSC) ist eine Methode
zur systematischen Umsetzung einer Geschäftsstrategie.
Balancierte Ausrichtung, Bewertung und Optimierung einer Geschäftsstrategie.
Sie beinhaltet 4 Achsen bzw. Sichten Betriebswirtschaft, Prozesse,
Mitarbeiter, Kunden. Hierbei werden strategische Ziele, Maßnahmen
zur Erfüllung dieser Ziele definiert und Kennzahlen zur
Messung des Ist-/Soll-Zustandes diesen Zielen zugeordnet, um
die Wirksamkeit der Maßnahmen zu messen. Die Zuordnung
der Maßnahmen an einen Prozesseigentümer ist ein
weiteres integratives Element. Der Wert der BSC liegt in der
maßnahmenorientierten Ausrichtung der operativen Ebene
auf die strategischen, kennzahlenbasierten Geschäftsziele.
Ein Defizit liegt in der fehlenden (exakten) Quantifizierung
der Einzelmaßnahmen auf der Basis eines betriebswirtschaftlichen
oder produktionstechnischen Modells. Stattdessen erfolgt die
Definition der Zusammenhänge auf der Basis von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. |
| Domänen-spezifisches Wissen |
Auf alle Fälle ist Wissen kontext- oder domänen-spezifisch.
Das heißt das Wissen eines Technologen ist ein anderes
Wissen als das eines Geschäftsführers. Dies könnte
man als die horizontale Achse des Wissens bezeichnen. In der
vertikalen Achse kann man Aufgaben-Wissen definieren. Dies kann
Wissen für allgemeine Aufgaben (z.B. Analysieren, Strukturieren,
Priorisieren, etc.) bis hin zu spezifischen Aufgaben (Analyse
der Verkettungsverluste, Durchführung einer Lebenszykluskostenanalyse
für eine CNC-Maschine, etc.) umfassen. |
| Fertigungsprozess |
Definierter Ablauf der produktionstechnischen Verschaltung
definierter produktionstechnischer Elemente (Maschinen, Anlagen,
Puffer, Förderanlagen, etc.) zur Fertigung dedizierter
Produkte. Durchgängige Folge von Vorgängen und Arbeitsschritten
im technischen Umfeld. |
| FMEA |
Failure Mode and Effect Analysis oder Fehler-Möglichkeit
und Einfluss-Analyse. Wird als Konstruktions-, Prozess- und
Maschinen-FMEA interpretiert und durchgeführt. Systematische
Analyse des Auftretens, der Bedeutung und der Entdeckungswahrscheinlichkeit
spezifischer Fehler. Die FMEA muss in einen definierten Geschäftsprozess
(s. Geschäftsprozess) an einer beeinflussenden Stelle integriert
werden, um den präventiven (fehlerverhindernden) Charakter
der Methode zu nutzen. |
| Formalisierung |
Die Elemente der Wissensformalisierung umfassen die Einsatz-
und Rahmenbedingungen des Wissens und insbesondere die Repräsentation
bzw. Darstellung des Wissens. Diese Formalisierung ist notwendig,
damit es durch einen Problemlöser (Experten) oder Interpreter
(Wissensbasiertes System) angewendet werden kann. |
| Geschäftsprozess |
Definierter Ablauf der organisatorischen Verschaltung definierter
organisationstechnischer Elemente (Organisationen, Mitarbeiter,
EDV-Werkzeuge, Daten, etc.) zur Erbringung dedizierter Leistungen
(Dienstleistungsprodukte). Durchgängige Folge von Vorgängen
und Arbeitsschritten im organisatorischen Umfeld. |
| GPO |
Geschäftsprozessoptimierung. Verbesserung der Effektivität
(Wertbeitrages) und der Effizienz (Produktivität) eines
Geschäftsprozesses. |
| Instandhaltbarkeit |
Instandhaltbarkeit ist eine Eigenschaft des Designs, der
Installation und des Betriebes einer Maschine. Instandhaltbarkeit
ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Maschine innerhalb einer
definierten Zeitdauer in einem betriebsfähigen Zustand
gehalten bzw. in diesen gebracht werden kann, wenn die Instandhaltung
mit spezifizierten Richtlinien ausgeführt wird. |
| Kaizen Costing |
Fortführung der Target Costing (s. Target Costing) Methode
im operativen Einsatz des Produktionssystems durch die Optimierungs-Teams.
Die definierten Zielkosten des Produktionssystems werden im
operativen Einsatz mit den Ist-Kosten verglichen. Eingeleitete
Optimierungsmaßnahmen zielen auf die Erreichung der
Zielkosten oder auf die kontinuierliche Verbesserung des Kosten-Niveaus.
Beinhaltet auch die primärursachen-gerechte Erfassung der
Ist-Kosten des Produktionssystems zwecks systematischen Rückfluss
(Soll-/Ist-Vergleich) in den strategischen Target Costing Prozess. |
| K-Business |
Know-How-Business (s. Know-How-Business) |
| Know-How (K) |
Hier Wissenssteigerung industrieller Betriebe. Ein zentrales
Ziel des ingenieurmäßigen VPK-Ansatzes (s.VPK). |
| Know-How-Business |
Aufbau neuer Geschäftsfelder für Industrie-Betriebe
in der Vermarktung wissensintensiver Dienstleistungen. Hierbei
wird das Intra- / Internet entscheidende Plattform zur weltweiten
Verfügbarkeit lokal-vorgehaltenen Know-Hows sein. |
| Knowledge Management (KM) |
Gezieltes, strukturiertes und formalisiertes Management der
Ressource Wissen. Entwicklung von wissensspezifischen
Strategien für die Extraktion, Formalisierung, Integration,
Optimierung, Wiederverwendung und Verbreitung von Wissen.
Unterscheidet sich zentral von Informationsmanagement und den
zugehörigen Informationsmanagement-Systemen (Dokumenten-Management,
Internet-Portale, Datenbank-Systemen, etc.) durch die Fokussierung
auf formalisiertes Wissen. Die modell-basierte Optimierung (s.
MBO) ist ein formalisierter Knowledge Management Ansatz. Durch
die Formalisierung wird die Konsistenz, Durchgängigkeit
und die experten-gerechte Verbreitung und Nutzung der Ressource
Wissen sichergestellt. |
| LCC |
Life-Cycle Cost (s. Lebenszykluskosten) |
| Lebenszykluskosten |
Alle Kosten, die über die Lebensdauer eines Produktes,
Prozesses oder Systems (Maschine, Anlage) anfallen. Hier werden
insbesondere bei komplexen Systemen die Betriebskosten, d.h.
Kosten in der Nutzungsphase des Systems, in den Mittelpunkt
der Optimierung gestellt. |
| Lernkurve |
Eine Heuristik besagt, dass mit jeder Wiederholung einer
Aufgabe ein Einsparpotenzial von 20-30% der ursprünglichen
Aufgabenaufwendungen erreicht werden kann. Bedingung für
das Heben dieses Potenzials ist ein aktives und formalisierter
Wissensmanagement (s. Knowledge Management). |
| Maschinen-FMEA |
Eine FMEA - Interpretation (s. FMEA) zwecks systematischer
Analyse und präventiver Vermeidung von verfügbarkeits-gefährdenden
Fehlern. |
| MBO |
Modell-basierte Optimierung. Verbesserung des Wertbeitrages
(Value) und der Produktivität (Productivity) eines Unternehmens
auf der Basis von Modellen (Know-How). |
| Methode |
Definierte und standardisierte Vorgehensweise zur Erfüllung
einer Aufgabe. Eine Methode ist ein zentrales Wissenselement.
Beispiele für Methoden sind z.B. FMEA (s. FMEA), LCC (s.
LCC), Prozesskostenanalyse (s. Prozesskosten), Verfügbarkeitsberechnungen,
OEE Berechnungen (s. OEE), etc. |
| Methoden-strukturierte Prozesse |
Effizienz- und Effektivitätssteigerung von Prozessen
(s. Prozesse) durch den gezielten und zeitgerechten Einsatz
von Methoden (s. Methode). |
| Methodologie |
Lehre von den Methoden, sozusagen das Meta-Wissen der Methoden.
Dies beinhaltet u.a. eine formalisierte Definition zum Kontext,
zu den Einsatzbedingungen und zur Anwendung der Methoden. |
| Modell |
Ein Modell ist eine vereinfachte Darstellung des realen Unternehmens.
Hierbei werden Eigenschaften abstrahiert, welche im Zusammenhang
mit dem untersuchten Problem stehen. Ein Modell ist ein Werkzeug
eines Entscheiders, um die wahrscheinlichen Auswirkungen verschiedener
Aktionsrichtungen zu bewerten. Das Modell muss an das sich stellende
Problem angepasst werden und entsprechend der Bewertungskriterien
ausgewählt werden. Das Modell ist in sich nicht der Entscheider,
sondern ist ein Werkzeug, welches die benötigten Daten
in einer definierten Zeit zur Unterstützung des Entscheidungsprozesses
zur Verfügung stellt. Der Umfang des Modells hängt
in entscheidender Weise von der Natur des Problems, der Anzahl
der Variablen, der Beziehungen der Eingangsparameter, Anzahl
der untersuchten Alternativen und der Komplexität des Prozesses
ab. |
| Modell-basierte Optimierung (MBO) |
Verbesserung des Wertbeitrages (Value) und der Produktivität
(Productivity) eines Unternehmens auf der Basis von Modellen
(Know-How). |
| MTBF |
Mean Time Between Failure Mittlerer Störungsabstand
auftretender Fehler |
| MTTR |
Mean Time To Repair Mittlere Störungsdauer auftretender
Fehler |
| OEE |
Overall Equipment Effectiveness. Eine integrative Kennzahl,
welche Verluste aus technischen, organisatorischen, produktionstechnischen,
produktionskontext-spezifischen und qualitativen Verlusten (Ausschuss,
Nacharbeit, Rückläufer) aggregiert. |
| Optimierungs-Plattform |
Integrierte Sammlung spezifischer Optimierungsprogramme,
-methoden, -prozesse und techniken zwecks systematisierter
Wert-, Produktivitäts- und Know-How - Steigerung industrieller
Betriebe. |
| Plattform-Strategie |
Nutzung einer dedizierten Technologie in mehreren Anwendungsfeldern.
Zentraler Aspekt ist hierbei die Wiederverwendung einmalig engineerter
Lösungen (s. auch Lernkurve). |
| Primärursachenanalyse |
Systematisierte Analyse der Primärursachen eines spezifischen
Problems. Unterscheidet sich zentral von der Methode der Symptomunterdrückung,
dass entlang der Ursache-Wirkungskette auf das verursachende
Element rückverfolgt wird. Mit der Identifikation der Primärursache
kann eine Optimierungsmaßnahme definiert werden, welche
das Wiederauftreten des Fehlers systematisch verhindert. Eine
einfache Methode zur Primärursachen-Analyse ist die 5W-Technik
(5 mal Warum). |
| Productivity (P) |
Hier Produktivitätssteigerung industrieller Betriebe.
Ein zentrales Ziel des ingenieurmäßigen VPK - Ansatzes
(s.VPK). |
| Prozess |
Definierter Ablauf spezifischer Aufgaben zur Erreichung dedizierter
Ziele. |
| Prozesskosten |
Kosten eines spezifischen Prozesses, welche an Hand der Kategorien
leistungsmengen-neutral und leistungsmengen-indiziert berechnet
werden. |
| Referenzprozess |
Definierter Soll-Prozess eines untersuchten Prozesses. Dieser
Soll-Prozess kann auf der Basis bester interner und/oder externer
Praktiken definiert werden. Der Referenzprozess unterliegt einer
kontinuierlichen Verbesserung und der damit verbundenen Anhebung
des Standards. |
| Repository |
Ein Repository ist eine Plattform, in das, in der Sprache
des Modells (s. Modell), Modellinstanzen, wie z.B. Organisationsmodelle,
Prozessmodelle, Fertigungsmodelle abgelegt, verwaltet und im
Kontext der Aufgabenstellung abgerufen und kombiniert werden
können. Grundlage der Ablage der Modelle in diese Plattform
ist das Informationsmodell, d.h. die informationstechnische
Repräsentation der untersuchten Aufgabenstellung. Diese
informationstechnische Repräsentation definiert sich dem
Anwender in der Repository- eigenen Sprache. Das Repository
wird damit zum Herzen eines wissensbasierten Unternehmens, in
dem kernkompetenznahe Segmente oder Unternehmensbausteine formalisiert
in der Sprache des Unternehmens abgelegt, gesichert, optimiert
und wiederverwendet werden. |
| Simulation |
Modell-basierte Implementierung von Fertigungsprozessen zwecks
systematischer Analyse logistischer Abläufe. Das EDV-basierte
Modell der Fertigungsabläufe wird an Hand definierter
Szenarien (d.h. veränderte Variablen, Parameter, etc.)
hinsichtlich betriebswirtschaftlicher und produktionstechnischer
Kennzahlen quantitativ bewertet. |
| Target Costing |
Umsetzung des Zielkostenpreises für ein Produkt in einem
definierten organisatorischen und technischen Prozess (z.B.
Anlagenplanung und Produktionssystem). Insbesondere die Zuordnung
spezifischer Kostenziele auf Teil-Systeme und die Bewertung
von Design-Alternativen im Hinblick auf die Zielkosten-Erreichung
sind zentrale Elemente dieser Methode. |
| TCO |
Total Cost of Ownership. Gesamte Kosten die durch den und
im Besitz eines Produktes für den Anwender entstehen. (Analog
s. Lebenszykluskosten) |
| Total Productive Maintenance |
Total produktive Instandhaltung, ein Konzept des Japaners
Nakajima, welches die Maximierung der Gesamtanlageneffektivität (GAE bzw. OEE)
industrieller Anlagen zum Ziel hat. Es ist sowohl als unternehmensweites
Programm mit einer team-orientierten Ausprägung (Empowerment)
im betrieblichen Kontext definiert. Eine wesentliche Kennzahl
zur Feststellung der betrieblichen Potenziale und zur gleichzeitigen
Messung des Total Productive Maintenance Erfolges ist die Kennzahl
Overall Equipment Effectiveness (s. OEE). |
| Unternehmens-Architektur |
In unserem Kontext verstehen wir ein Unternehmensarchitektur
als Architektur (s. Architektur) zur integrierten, konsistenten
und durchgängigen Aufnahme der definierten Unternehmensbausteine
(s. Unternehmensbausteine). Unternehmensbausteine sind z.B.
Organisationen, Prozesse, Maschinen, Strategien, Ziele, Kosten,
Produkte, etc. Während in der Unternehmens-Architektur
eher die Struktur der Unternehmensbausteine konsistent und durchgängig
definiert wird, wird in dem Unternehmensmodell eher die quantitativen
Zusammenhänge der Unternehmensbausteine und deren Wechselwirkungen
hinterlegt. |
| Unternehmens-Bausteine |
Spezifische Elemente eines Unternehmens aus denen ein Unternehmen
besteht und deren Ziele, Abläufe und Ergebnisse beschreibt.
Hierunter fallen z.B. Organisationsstrukturen, Strategie, organisatorische
Abläufe, Mitarbeiter, Mitarbeiterkompetenzen, produktionstechnische
Elemente (Maschinen, Anlagen), Kostenstrukturen, Prozesse, etc. |
| Unternehmens-Modell |
Formalisierte, bzw. modell-basierte Repräsentation eines
Industrie-Betriebes, bestehend aus definierten Unternehmensbausteinen.
Beispiele können hierfür sein, ein Schmiede-Modell,
Presswerk-Modell, Rohbau-Modell, Brauerei-Modell, Gießerei-Modell,
Pharma-Modell, Elektronikwerk-Modell, etc. Während in der
Unternehmens-Architektur eher die Struktur der Unternehmensbausteine
konsistent und durchgängig definiert wird, wird in dem
Unternehmensmodell eher die quantitativen Zusammenhänge
der Unternehmensbausteine und deren Wechselwirkungen hinterlegt. |
| Value (V) |
Hier Wertsteigerung industrieller Betriebe. Ein zentrales
Ziel des ingenieurmäßigen VPK-Ansatzes (s.VPK). |
| Verfügbarkeit |
Wahrscheinlichkeit, ein System
zu einem Zeitpunkt in einem bestimmten Zeitintervall in einem
funktionsfähigen Zustand vorzufinden. (DIN 40042) |
| Verkettungsverluste |
Auf Grund von Systemausfällen und der produktionstechnischen
Verschaltung der Technischen Prozesse entstehende Ein- und Auslaufverluste
bei vor- bzw. nachgelagerten Maschinen. |
| VPK |
Value Productivity Know-How Know-How für Wert
und Produktivitätssteigerung ist das Leitmotiv der
Dr. Jörg Tautrim Engineering. |
| VPK - Engineering |
Ingenieurmäßige und systematisierte Gestaltung
des Wert-, Produktivitäts- und Know-How- Steigerungsprozesses
industrieller Betriebe. |
| Wissen |
Es gibt aktuell keine allgemeingültige Definition von
Wissen. In unserem Kontext hat sich folgende Beschreibung bewährt:
Wissen ist codierte (leider oft implizite) Erfahrung von Experten.
Wissen ist, auf der Basis der vorliegenden Informationen, die
systematische Ableitung der richtigen Entscheidung zwecks Umsetzung
einer Maßnahme. |
| Wissensakquisition |
Wissen ist keine leicht transferierbare, portierbare Substanz.
Damit Wissen transferiert und portiert werden kann muss es entsprechend
der Aufgabenstellung formalisiert (s. Formalisierung) und modelliert
(s. Modell) werden. |
| Wissens-Domäne |
Die Domäne stellt den Wissenskörper oder Wissensrahmen
dar. Der Rahmen kann z.B. grob als das betriebswirtschaftliche
oder das produktionstechnische Wissen eines Industrie-Betriebes
kategorisiert werden. Jede Domäne hat i.d.R. seine eigene
Sprache und daher auch Wissensrepräsentation. |
| Wissensmanagement |
Aktives Managen der Ressource Wissen eines Industriebetriebs.
(s. Knowledge Management (KM)) |
| Wissens-Repräsentation |
Definiert für ein spezifisches Wissens- oder Aufgabengebiet
eine zweckmäßige Beschreibung und Definition des
Wissens. Für einen Prozess - Modellierer ist eine typische
Wissensrepräsentation ein Prozess-Fluss-Diagramm.
Für einen Anlagenkonstrukteur ist es eine CAD-Zeichnung
oder eine Anlagenhierarchie. Für einen Kaufmann ist es
eine Kostenstruktur oder ein Betriebsabrechnungsbogen.
Die Nähe der vom Modell (s. Modell) gewählten Sprache
zur aufgabenspezifischen Wissensrepräsentation ist
entscheidend für den Erfolg der Wissens-Systeme. |
| Wissens-Systeme |
Ein EDV-basiertes System zur Erfassung, Formalisierung, Integration,
Analyse, Optimierung und Verbreitung kontext- oder domänen-spezifischen
Wissens (s. Wissensdomäne). Wissens-Systeme werden mit
dem implementierten Know-How (Wissensbasis) in die Wertschöpfungsprozesse
integriert. Sie systematisieren (Effektivität) und beschleunigen
(Effizienz) wichtige Entscheidungsprozesse. Wichtige Entscheidungsprozesse
sind hierbei auf alle Fälle kernkompetenznahe Prozesse
(Strategie, Planung, Optimierung. |
| Zuverlässigkeit |
Zuverlässigkeit ist die Wahrscheinlichkeit, dass Maschinen
und Anlagen innerhalb einer definierten Periode kontinuierlich
die definierte Leistung ohne Fehler erbringen, wenn sie unter
spezifizierten Bedingungen betrieben werden.
Erhöhte Zuverlässigkeit führt zu weniger Fehlern
der Maschinen und Anlagen und folglich zu weniger Ausfallzeit
und Produktionsverlusten. |